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The Pussybats sind Sid, Marple 8, Mike Night, Roy Rock.


»Wir sind The Pussybats. Wir sind hier. Nicht für immer – aber zumindest für heute Nacht!«

Wenigstens heute Nacht sind sie bei uns, die vier Musiker aus Stuttgart, die sich 2006 zu der Alternative-Band The Pussybats zusammenschlossen. Schöner wäre es aber definitiv, wenn sie länger blieben, denn das Gemisch aus Rock’n’Roll, Emotionen und eine wunderbaren Portion Melancholie bildet einen Sound, den man gern länger als nur eine Nacht hören möchte – und der mit dem Begriff »Alternative-Rock« genau genommen nur sehr grob umrissen ist.

The Pussybats selbst stellen sich und ihre Musik folgendermaßen dar:

»Wir sind Goth – nicht langweilig. Wir sind Rock – nicht nur Krach. Wir sind Glam – keine Clowns. Wir sind melodisch – nicht fluffig.«

Generell sehen sie sich als eine Rockband, deren Songs meistens einen düsteren, melancholischen Klang tragen, die aber dennoch mit viel Spaß bei der Sache ist. Das Besondere der Band machen unter anderem die vielen Einflüsse aus verschiedenen Stilrichtungen aus. Jedes der Mitglieder bringt andere musikalischen Wurzeln ein, wodurch eine vielfältige Mixtur entsteht. Vorbilder wie »Mötley Crue«, »Placebo«, »Johnny Cash«, »Wednesday 13« oder Bands aus dem Brit-Pop-Genre beeinflussen die Musik der Band, doch »wir alle lieben es düster« und so entsteht letztendlich doch ein einheitlicher Sound.
Und das scheint zu gefallen. Denn kaum hatte die Band im Zuge eines gemeinsam gedrehten Horrorfilmes (»One by One«) das Licht dieser Welt erblickt, gewann sie noch im selben Jahr den »Battle of the bands 2006« – Europas größten Nachwuchswettbewerb für Bands der schwarzen Szene, organisiert vom »Sonic Seducer«-Magazin.

Es kommt der Band sicherlich sehr zugute, dass sie mit viel Charme, Humor und einer gesunden Portion Selbstzufriedenheit in das Dickicht der Musikszene eintauchten. So lassen wir Sänger Sid sich und seine Kollegen doch einmal selbst vorstellen:

»Wir sind The Pussybats, wir sind eure neue Lieblingsband und lassen uns leicht in folgende vier Teile zerlegen: Mike spielt Schlagzeug, Marple spielt Bass und ist für die großen Rockstar-Posen zuständig, Roy mach die komplizierten Gitarren und ich, Sid, versuche zu singen und schrammel noch ein wenig mit.«

Nach einer solchen Ansage hat man automatisch ein Schmunzeln auf dem Gesicht und ist durchaus bereit, in die 2007 im Eigenvertrieb erschienene EP »Miss Purgatory« oder in das offizielle Debut-Album »Famous Last Songs« von 2009 hinein zu hören.

Live haben The Pussybats ebenfalls einiges zu bieten. 2007 standen sie bereits beim WGT auf der Bühne, es folgten Konzerte mit Größen wie »The 69 Eyes«, »Jesus on Extasy«, »Tanzwut« oder »Subway to Sally«.

»Ich habe es übrigens noch nie gesehen, dass das Publikum bei einer Vorband schon dermaßen abgegangen ist…«,

wurde auf Gothic&Art verkündet und beim Castle Rock VIII in Mülheim/Ruhr trat die Band 2007 als erste und bisher einzige Band ohne Plattenlabel auf.

Inzwischen haben sie ein Label und das Debut-Album wurde von keinem Geringerem als Chai Deveraux (u.a. »Jesus on Extasy«) produziert. So kam es auch zu dem Gastauftritt der Sängerin Leandra im letzten Song auf der Platte. Sid ist sehr angetan von Features:

»Es ermöglicht einem eben einfach, seinen Sound zu bereichern mit Elementen, die man sonst eben nicht hätte oder nur aus dem Computer.«

Dennoch hat man bei The Pussybats (deren Bandname im Übrigen eine düstere Abwandlung von Pussycats ist) auch ohne Gastmusiker eine Band vor sich, die originell und vielfältig ist und »…mit der auch in Zukunft zu rechnen ist.« (regiomusik.de)

2010 gab es die erste Line-Up-Veränderung: Roy Rock verließ die Band und an seine Stelle trat El Grande. Außerdem wechselte die Band 2011 ihr Label (von Black Rain zu Twilight Zone Records). Doch Vollgas geben die Musiker weiterhin und so wird hoffentlich bald ein neues Album der Sorte »sündiger Musikcocktail, der im Dunkel glitzert« (wie das Orkus-Magazin »Famous Last Songs« bezeichnete) in den Regalen der Musikläden zu finden sein.

Und wenn wir gerade beim Cocktail sind… auch für das Kulinarische haben The Pussybats gesorgt und in Kooperation mit der Pech Likörmanufaktur den »PussyLiquor« entworfen.

The Pussybats decken also sehr geschickt alle Bereiche der menschlichen Bedürfnisse ab und sind ein Genuss für die Ohren, die Augen, für die Seele und sogar für die Zunge!



Ehemalige Bandmitglieder:
Roy Rock (Bass 2006-2010)
El Grande (Gitarre 2010-2014)


©Text Fofi