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-> Profilseite über Meinhard, den Künstler.


»Seine Texte sind tiefgründig, seine Show bizarr, das Gesamtbild faszinierend.
Einfach etwas anderes.«
(Süddeutsche Zeitung)

Einfach etwas anderes. – Das mag wohl die einzig passende Beschreibung sein für einen Künstler, der nicht einmal selbst klare Worte für seinen eigenen Stil zu finden vermag.

»Aktuell würde ich das Ganze als kunstvollen Stilmix oder kalleidoskopisches Potpourri, Genre übergreifend, oszillierende Mischung oder eben einfach als ganz eigenständige Stilistik bezeichnen.«
(Meinhard)

So lautet die Antwort auf die Frage nach einem Stil, die mindestens ebenso facettenreich, bunt schillernd und zugleich anspruchsvoll philosophisch ist wie ihr Verfasser selbst. Meinhard ist ein Künstler, der sich beim besten Willen nicht in eine der vielen Schubladen pressen lässt, welche die Musikwelt da draußen so gern bereithält.

Sollte es aber absolut von Nöten sein, die musikalischen Werke Meinhards mit irgendetwas bereits da Gewesenem zu vergleichen, so müsste man wohl die Begriffe Alternative, Glam, Pop und Rock nennen, garniert mit Elementen aus Gothic und Visual Kei. Aber dennoch wäre dies bei weitem nicht genug, um Meinhard vollkommen zu erfassen.
Doch muss man sich da auch die Frage stellen: Ist es wirklich notwendig, den Versuch zu starten, doch noch eine passende Schublade zu finden, nur um diesen stetigen und akkuraten Zuordnungsdrang zu befriedigen, den wir alle von Natur aus in uns zu tragen scheinen?

Gerade im Bezug auf jemanden wie Meinhard stellt dies eine recht absurde Fragestellung dar. Ein kurzer Zeitsprung in die Kindheit und Jugend des Künstlers genügt, um sich bewusst zu machen, dass es absolut nicht in dessen Natur liegt sich auf Kosten einer innerlich heranwachsenden Passion in eine bestimmte Richtung drängen zu lassen. Denn auch ein Verbot selbst Musik zu hören während dieser ersten Jahre seines Lebens, hält ihn nicht davon ab, aus diesen Vorschriften auszubrechen und seinen eigenen Weg zu gehen.
Im Jahr 2000 legt er sich aus eigener Kraft einen ersten Grundstein, um seine Träume vom Musiker- und Entertainerleben zu verwirklichen. Er verlässt Niederbayern, seine Heimat, und zieht los nach München, wo er sich mit Nebenjobs sowohl erste Musikstunden als auch seine erste Gitarre finanziert. Nur zwei Dinge, die er scheinbar benötigt, damit ihn nichts und niemand mehr aufhalten kann.

Nach einer ersten Zeit im Alleingang, der er ausgedehnte Reisen durch die USA und Mexiko widmet, fokussiert er sein Leben schließlich vollkommen auf die Musik und startet sowohl Soloauftritte in München als auch seine Suche nach Musikern, die ihn künftig bei seinen Auftritten unterstützen.

Nach einigen ersten erfolgreichen Shows und Erfahrungen – unter anderem auf den Münchner Gothicmärkten und diversen Japan- und Mangafestivals – führt der wandelbare Künstler seinen Weg im Jahr 2004 unter dem Namen »Jeremias Meinhard« fort. Und während er inzwischen ganze Konzepte für seine theatralischen Bühnenshows ausarbeitet und dabei immer wieder in diverse Rollen schlüpft, wird zunehmend klar:
Meinhard, das ist nicht einfach nur Musik, sondern ein Gesamtkonzept, das sich stets neu erfindet, ohne sich dabei selbst untreu zu werden. So geschieht genau dies ein weiteres Mal im Jahr 2012.

Wie Phönix aus der Asche entsteht »Meinhard« aus »Jeremias Meinhard« - neu, gestärkt, frei von altem Ballast und voller neuer Ideen und Visionen.
Der Wechsel zurück zum alten Namen bedeutet dabei keineswegs einen Rückschritt. Im Gegenteil. Meinhards Weg führt strikt geradeaus und nach vorn. Und dabei entführt er seine Hörer sogleich erneut in eine völlig bizarre Welt, die zwar eigentlich so gut wie jeder kennt, die aber dennoch durch die Augen des Musikers und Künstlers gesehen, so viel Neues bereit hält, das es zu entdecken gibt.

Die musikalisch-theatralische Reise führt mit dem ersten Album unter dem alt-neuen Namen »Meinhard« ins Wunderland, jenen Ort auf der anderen Seite der Realität im Reich der Wünsche und Träume, in der Welt zwischen Schlaf und Wachzustand, in dem Alice schon damals zu Zeiten unserer Kindheit umherirrte und wo sie auf einen verrückten Hutmacher, eine Grinsekatze und ein weißes Kaninchen traf. So wird dieses Album, das uns einlädt noch einmal diesen verrückten Ort zu besuchen, auch passenderweise mit »Beyond Wonderland« betitelt.

Doch finden wir auf der Reise in Begleitung von Meinhard zunächst keine Alice mehr im Wunderland. Aber ein weißes Kaninchen, das ist von Anfang an da und lockt auch die Zuhörer ihm zu folgen. Wer ihm folgt und Meinhard durch das Wunderland begleitet, der lässt sich auf eine Reise voller märchenhafter und verrückter Eindrücke ein.
Sollte sich nun jemand fragen, wie er nur den richtigen Weg ins Wunderland findet, dann sollte er keinesfalls verzagen. Es ist ganz einfach. Man folge nur dem weißen Kaninchen…

Im Übrigen sollte man dessen Locken auch dann nicht widerstehen, wenn es beabsichtigt einen zu einer von Meinhards Live-Shows zu führen. Denn dass diese ein weiteres Erlebnis der ganz besonderen Art darstellen, beweist nicht nur die Begeisterung jener, die bereits seine Gäste sein durften.
Auch die Tatsache, dass der ungewöhnliche Künstler bereits durch das Radio und seine Live-Auftritte Spuren in Japan, England, Spanien, Italien, Frankreich, Australien, Mexiko und den USA hinterlassen hat, zeugt von einer Show, die man unbedingt selbst einmal erleben sollte.

»Meinhard fällt auf. Bei seinen Konzerten ist alles bis in Detail durchgestylt (...) und er hat damit Erfolg!«
(Jetzt)

Soviel sei gesagt: Wer sich dazu entschließt, ein Gast von Meinhard zu sein, der wird mehr erleben als »nur« ein Konzert: Er wird entführt werden in andere Welten und dabei Grenzen überschreiten, von denen er vielleicht nicht einmal wusste und die womöglich sogar zu mehr als nur einem Wunderland führen…


©Text Greeny