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Lord Of The Lost sind Chris Harms, Pi, Class Grenayde,
Gared Dirge, Niklas Kahl.


Was im Jahr 2007 noch als Soloprojekt von Chris Harms begann, wurde nur ein Jahr später, 2008, mit der zusätzlichen Gründung einer (bis dato noch ausschließlichen) Live-Band zum Grundstein für das bislang größte musikalische Projekt des Vollblutmusikers.
Vor dieser Zeit wirkte er in diversen anderen Bands rund um seine Heimatstadt Hamburg mit (u.a. Philiae, Big Boy, UnterART und The Pleasures) und bewegte sich damit bereits in den unterschiedlichsten stilistischen Gefilden hin und her. Diese bunt gemischten Erfahrungen waren sicherlich hilfreich bei dem Vorhaben, mit Lord Of The Lost die ganz eigene Vision aus Gothic und Glam-Rock, angereichert durch etwas orchestrale Theatralik, Elektronik und Prog-Elemente zur Wirklichkeit werden zu lassen. In seiner Gesamtheit lässt sich dieser Musikstil wohl am besten noch unter dem Begriff »Düstere Rockmusik« zusammenfassen.

Noch im Jahr 2008 begannen für die Band die ersten Aufnahmen für ihr Debütalbum »Fears«. Die hierzu verschickten Demo-CDs führten direkt zu einem Vertrag mit dem Label »Out Of Line«.
Es folgte im Jahr 2009 die Veröffentlichung einer ersten Promo-Single, »Dry The Rain«, welche man großzügig auf dem M’era Luna Festival unters Volk brachte und zu der zudem auch das erste Musikvideo produziert wurde um zusätzlich online damit zu werben.

Am 19. Februar 2010 folgte schließlich der Tag der ersten Albumveröffentlichung. »Fears« stieß auf sehr positive Resonanz, was die Band allerdings nicht dazu veranlasste, sich auf diesem ersten Erfolg auszuruhen - im Gegenteil. Bereits kurz darauf wurde das zweite Musikvideo zu dem Song »Last Words« veröffentlicht und zudem der Startschuss gesetzt für ein künftiges Dauertourleben. Wenn man sich die unzähligen Konzertdaten vor Augen hält, die bereits hinter dieser Band liegen, so wird schnell klar, dass das Wort »Pause« für Lord Of The Lost ein absolutes Fremdwort ist, was auch die folgende Aussage von Chris Harms eindringlichst verdeutlicht:

»Ich setze Lord of the Lost keine Dogmen, keine Regeln, keine Prinzipien bis auf folgende: Passion, Kontinuität und Fleiß. Das muss immer vorhanden sein.«

Dass sich diese Einstellung bewährt, wurde bereits frühzeitig ersichtlich. 2010 war für Lord Of The Lost definitiv das Jahr der ersten Erfolge, schaffte es die Band doch direkt auf die Bühnen mehrerer großer Szenefestivals, wie des WGT, des Wacken Open Air, des M’era Luna Festivals und dem Trash Fests in Finnland.
Ebenso brachte dieses Jahr erste Veränderungen im Line-up mit sich. Während Bo Six (Gitarre) und Gared Dirge (Piano/Synthesizer/Percussions/Gitarre) zur Band hinzustießen, verließ Sensai (Gitarre) kurz darauf Lord Of The Lost.

Doch sollten auch diese Veränderungen keinen Grund darstellen um das Arbeitstempo in irgendeiner Weise zu drosseln. Im Jahr 2011 veröffentlichten Lord Of The Lost zunächst die Digitalsingle »Sex On Legs« mit dazugehörigem Musikvideo und anschließend am 1. April 2011 mit »Antagony« ihr zweites Studioalbum. Dieses Werk überzeugte vor allem mit einem bis ins kleinste Detail durchdachten Konzept, welches sich sowohl in den musikalischen als auch in den gestalterischen Aspekten wiederspiegelte und den hierfür verantwortlichen kreativen Kopf, Chris Harms, zu folgendem erklärenden Statement veranlasste:

»Es war mir wichtig, hier ein Gesamtkunstwerk abzuliefern.«

Im Anschluss folgte ein weiteres Musikvideo zum Song »Prison«, eine weitere Auskopplung aus dem Album »Antagony«.
Aber nicht nur im Studio waren Lord Of The Lost im Jahr 2011 besonders fleißig. Auch auf den Bühnen Finnlands, Deutschlands und der Schweiz legten sie erneut im Rahmen des Trash Fests und bei einer Tour als Support von Mono Inc. im Frühjahr gewaltig nach. Gerade die zuletzt genannte Tour war ein großer Erfolg und sorgte für viele neue Fans.
Nach einzelnen Sommerfestivals folgten im Herbst und Winter desselben Jahres sowohl eine eigene Headlinertour als auch weitere vereinzelte Gigs als Support für verschiedenen Bands. Zusätzlich wurden nennenswerte Endorsement Deals mit Cyan, DV Mark, Mark Bass, Meinl und Tama abgeschlossen.

Dieses erfolgreiche Jahr endete schließlich mit einer erneuten Line-up-Veränderung. Sebsta (Gitarre) und Any Wayst (Drums) verließen an dieser Stelle Lord Of the Lost. Den Platz hinter dem Schlagzeug übernahm Christian »Disco« Schellhorn, ein ehemaliger Bandkollege Chris Harms’ zu dessen Zeiten bei The Pleasures.

Das nächste Jahr, 2012, begann direkt mit einer weiteren Veröffentlichung. Mit der EP/Compilation »Beside & Beyond« machten Lord Of The Lost ihren Fans ein ganz besonderes Geschenk, denn die CD enthält unveröffentlichte Stücken, Fan-Favoriten aus früheren Zeiten und Alternativversionen (u.a. einer Studioversion des sonstigen Live-Covers von Lady Gagas »Bad Romance«).
Bereits Anfang August legte man mit der Veröffentlichung der (in CD-Form auf 666 Stück limitierten) neuen Single »Die Tomorrow« inklusive Musikvideo nach, welche jedoch lediglich einen Vorbote für ein weiteres Highlight der Bandgeschichte darstellte. Am 31. August 2013 folgt die Veröffentlichung des gleichnamigen Albums »Die Tomorrow«, welches neben der üblichen 1-CD und 2-CD-Edition ebenfalls in einer Limited Special Holzbox-Edition veröffentlicht wurde, die mit vielen Extras versehen war. Nicht nur optisch, sondern auch musikalisch präsentierten sich Lord Of The Lost mit diesem Album größer und vor allem vielfältiger als noch mit den beiden Vorgängern und Chris Harms selbst resümierte das Endprodukt des neuen Werkes wie folgt:

»’Die Tomorrow’ greift die Energie auf, die wir bei unseren Live-Shows gebündelt abfeuern. Ich habe das Gefühl, unsere Live-Performances und den Album-Sound zum jetzigen Zeitpunkt zu einem Ganzen verschmolzen zu haben, darüber sind wir sehr froh.«

Dies war vielleicht mit ein Grund dafür, dass bei den weiteren Schritten auf dem Erfolgsweg auch gesteigerter Wert auf die Überzeugungskraft der Live-Performances gelegt wurde. Im Jahr 2012 folgte eine Tour nach der anderen. Den Anfang machte die Tour mit dem Support für Eisbrecher. Es folgten diverse Sommerfestivals, der alljährliche Auftritt beim Trash Fest in Helsinki, eine weitere Support-Tour für die Letzte Instanz und die Teilnahme an der von Mono Inc. veranstalteten Dark End Festival-Reihe.
Nach nicht einmal einem ganzen Monat Verschnaufpause begann die Band das Jahr 2013 direkt mit der nächsten Digitalsingle- und Musikvideoveröffentlichung zu »See You Soon« und einer fast zeitgleich startenden und nahezu komplett ausverkauften Headliner-Tour gemeinsam mit Unzucht.
Während Lord Of The Lost im Sommer dieses Jahres kaum eines der namenhaften Szenefestivals ausließen, veröffentlichen sie am 9. August 2013 ein zweites spezielles Geschenk an ihre Fans: Das erste Live-Album der Bandgeschichte, »We Give Our Hearts (Live auf St. Pauli)«. Mit diesem Album war es den Fans vergönnt, die unvergleichliche Live-Atmosphäre der ausverkauften Lord Of The Lost-Show im Hamburger Knust vom Februar 2013 im hauseigenen Wohnzimmer wieder und wieder zu erleben. Die 2-CD-Edition enthält zudem ein Bonus Mini-Album mit drei bisher unveröffentlichten neuen Stücken, welche die stilistische Vielfalt, die Lord Of The Lost bis dato inzwischen zu bieten haben, bestens wiederspiegeln.

Auch im weiteren Verlauf von 2013 dachten die Hamburger nicht daran eine Tourpause einzulegen. Neben einer weiteren Headliner-Tour im Herbst zusammen mit den Kollegen von Lost Area und ihrem vierten Auftritt in Folge beim alljährlich stattfindenden Trash Fest in Helsinki werden Lord Of The Lost zum Ende des Jahres Teil der »Eisheiligen Nächte 2013« von Subway To Sally sein.
Zudem lässt die bereits laufende Arbeit an einem vierten Longplayer darauf schließen, dass man auch im Jahr 2014 wieder mit neuem Material aus dem Studio rechnen darf.
Sicher wird das nicht alles sein, denn Lord Of The Lost selbst scheinen in ihrer Karriere noch viel vorzuhaben, wie man aus dieser »Vorwarnung« des Sängers, wohl zu Recht, herauslesen darf:

»Es ist verdammt viel passiert. […] So schnell kriegt man uns nicht mehr weg – jetzt, wo wir einmal da sind.«



Ehemalige Bandmitglieder:
Sensai (Gitarre 2008-2010)
Sebsta (Gitarre 2008-2011)
Any Wayst (Drums 2008-2011)
Disco (Drums 2012-2014)
Bo Six (Gitarre 2010-2016)
Tobias Mertens (Drums 2014-2017)


©Text Greeny